Melchermuas im Zillertal
Hier treiben wir uns momentan herum. Nicht zum ersten und sicher nicht zum letzten Mal urlauben wir
hier in Gerlos, im schönen Zillertal.

Gestern sind wir sozusagen als Einstieg ins Schwarzachtal gewandert. Was man auch nicht mehr alle Tage zu sehen kriegt, gabs dort..... Murmeltiere. Wenn unsere Hunde zu nahe kamen, stiessen sie ihre drohenden Pfiffe aus. Natur pur, wir waren begeistert!

Hier sitzt einer, wenn man genau schaut. Ziemlich in der Mitte gut getarnt mit seinem braunen Fell.

Heute gings auf die Rosenalm......bei 34° war nicht nur uns heiß! Die Hunde haben sich von Schatten zu Schatten geschleppt :-))))



das war gestern im Schwarzachtal ... wir waren leider vom Frühstück so satt daß nur Getränke gefragt waren.






Oft haben wir von unsrem ersten Melchermuas, das wir vor 12 Jahren auf einer Almhütte irgendwo im Zillertal gegessen haben, geschwärmt.
Auf die Rosenalm führte heute ein sogenannter "Schmankerlweg" wo auch das Melchermuas erklärt wurde. Wir fingen an zu hoffen..........................
und wirklich, dort gabs diese Köstlichkeit! Mit
"Grantn" so heißen Preiselbeeren hier, wurden sie serviert. Geschmeckt hats noch genauso toll wie vor vielen Jahren.
Ein original tirolerisches Rezept mit genauer Beschreibung hab ich auch für euch!
========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:
MelchermuasKategorien: Dessert, Tirol
Menge: 4 Portionen
60 Gramm Mehl
60 Gramm Butter
1 Prise Salz
1 Ltr. Buttermilch
120 Gramm Butter zum Ausbacken
Nach Belieben braune Butter zum Übergießen
Eventuell Staubzucker zum Bestreuen
============================ QUELLE ============================
Christoph Wagner's Kuchlkastl "Tirol"
-- Erfasst *RK* 01.10.2005 von
-- Heidi Lunzer
Aus dem Mehl und der Butter eine helle Einbrenn herstellen, leicht
salzen, mit Buttermilch aufgießen und alles zu einem dicken, festen
Brei einkochen lassen.
Inzwischen wird in einer anderen Pfanne die Butter erhitzt, in die
man dann das fertige Muas gibt und es wie einen Pfannkuchen ausbäckt,
bis die Unterseite braun und knusprig geworden ist. Dann wird das
Muas (klassisch durch Schwingen der Pfanne, oder aber mit einem
Bratenwender) umgedreht und auf der anderen Seite ebenso gebräunt.
Diesen Vorgang sollte man mehrmals wiederholen, bis das Muas eine
kompakte Konsistenz angenommen hat. Vor dem Servieren mit brauner
Butter beträufeln, je nach Geschmack mit etwas Staubzucker bestreuen
und in der Pfanne heiß auftragen.
Ein Schwingmuas für den Stoz'n:
Nur der Senn selbst kann, so sagt man zumindest, das Melchermuas
wirklich perfekt zubereiten, das nicht ohne Grund auch "Schwingmuas"
heißt. Es wird aus viel Butter, Milch und Weizenmehl zubereitet,
wobei zwei Pfannen erforderlich sind, von denen eine nie
ausgewaschen wird, aber dennoch immer blitzsauber ist. Das Muas muss
eine Konsistenz wie eine sehr kompakte Omelette haben und wird auch
wie eine solche gewendet. Die wahre Geschicklichkeit des Sennen
erweist sich auch durch einen Brauch, der ähnlich wie das
Palatschinken werfen funktioniert: Ein guter Stoz'n (= Senn) soll,
so heißt es, das Melchermuas durch den offenen Kamin hinauf hoch
über das Hüttendach werfen, dann mit der Pfanne um die Hütte laufen
und das Melchermuas vor der Hüttentür wieder in der Pfanne auffangen
können.
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Für die Männer war das NIX, die brauchen ja bekanntlich Fleisch und wenn schon nicht Fleisch, dann zumindest was wo man draufbeissen kann, z.b. Apfelstrudel. Und wie es scheint, macht das glücklich:-)))