Jutta hat zum Kramen in Kindheitserinnerungen aufgerufen. "Sentimental journey", das sind Gedanken an eine Zeit in der man noch nicht täglich Fleisch auf dem Tisch hatte, wo das Gemüse noch aus dem eigenen Garten und nicht aus der Tiefkühltruhe und die Suppe noch aus Fleisch oder Knochen und nicht aus Päckchen kam.
Aus dieser Zeit gibt es ein Rezept, das ein Fernsehkoch zubereitet hat. Die Sendung damals war etwas das frau auf keinen Fall versäumen durfte, gab es doch keine (leistbaren) Kochzeitschriften und nur sehr begrenzt Kochbücher im Haus. Was im Fernsehen zubereitet wurde, war mal etwas anderes als das was immer wiederkehrend, in schöner Regelmässigkeit auf den Tisch kam. Schweinebraten, Wienerschnitzel, Rindfleisch mit Semmelkren, geröstete Leber, Beuschel, Fleischlaibchen und Blunzengröstl. Wenns denn Fleisch gab.
Das war nur 2-3 mal pro Woche, wenns hochkam. Ansonsten gabs Palatschinken -nicht als Dessert wie heute sondern mit einer sättigenden, mit Mehlschwitze gebundenen Suppe vorher, als Hauptgericht.
Kaiserschmarrn, Polsterzipf (brrr, mir graut noch heute bei dem Gedanken daran) oder Kohlgemüse, Linsen mit Semmelknödel. Die Reste der Knödel wurden geröstet mit Ei und Salat zu einem neuen Hauptgericht.
Die Ernährung hatte den Vorteil, daß kaum jemand mit Gewichtsproblemen zu kämpfen hatte. Wobei sicher auch die Tatsache, daß wir im Garten gespielt und getobt haben anstatt vor PC´s oder Playstation zu sitzen, dazu beigetragen hat.
So hab ich sofort an unser"Letscho" gedacht und es zur Freude meiner Kinder die es immer noch lieben wie vor Jahren, wieder mal zubereitet.
========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Letscho
Kategorien: Faschiertes
Menge: 4 Portionen
1-2 Zwiebeln
400 Gramm Faschiertes
5-6 Tomaten oder 1 Dose geschälte Tomaten
1 Schale Reis
4 Grüne Paprika
1-2 Chilischoten
1 1/2 Tassen Brühe
Oliven- oder Maiskeimöl
============================ QUELLE ============================
Mutti
-- Erfasst *RK* 04.08.2008 von
-- Heidi Fleischer
Zwiebel hacken und anrösten, Faschiertes dazugeben und braten bis es
grau ist. Dann mit Suppe aufgießen. Tomaten kleingeschnitten oder 1 Dose geschälte Tomaten dazugeben und das Ganze ca. eine halbe Stunde dünsten lassen. Dann den Reis und 1-2 nudelig geschnittene grüne Paprika sowie die feingehackten Chilis dazu. Dünsten bis der Reis
bißfest ist. Noch 2 Papr.feingeh. dazugeben und zugeckt noch 2 min
stehen lassen.
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Zwiebel werden angeröstet
Tomaten dazu
und dann noch die Paprika



Einfach aber gut, wann darf ich vorbeikommen? ;-)
AntwortenLöschenpuuuhhh,das kommt ein bissl plötzlich... wart mal, ich räum schnell auf ;-)))
AntwortenLöschenOh ja, das kenn ich auch von früher. Dazu gab es dann noch selbstgemachte pommes frittes aus einem supermodernen Pommestopf (für die Herdplatte) mit Drahtkorb.
AntwortenLöschenLiebe Heidi, vielen Dank für Deinen Beitrag zum Event! Das Letscho hört sich sehr verführerisch an, die Zutaten hat man fast immer im Haus und es ist anscheindend auch flott zubereitet. Wenn es dann noch Erinnerungen weckt - umso besser. Viele Speisen, die Du genannt hast, gab es auch bei uns. Und ein paar der genannten Titel konnte ich nicht übersetzen. Was ist denn z.B. Blunzengröstl und Polsterzipf (hihihi, hört sich ja lustig an...)?
AntwortenLöschen@lavaterra
AntwortenLöschengrusel.... das ist mir zum Glück erspart geblieben. Pommes mag ich so überhaupt nicht.
@schnuppschnuess
Es geht wirklich ruckzuck und schmeckt ziemlich allen. Kinder sind besonders begeistert davon.
Blunzengröstl und Polsterzipf... ich werd Rezepte einstellen damit du dir was vorstellen kannst;-)
Das klingt wirklich nach Ruckzuck und lecker! :-)
AntwortenLöschenBisher kannte ich Letscho nur als Paprikagemüse mit Zwiebeln glaube ich.
@Barbara
AntwortenLöschenGeht wirklich fast von selbst. Da gehts dir wie den meisten Leuten, Letscho=Paprika-Tomaten-Zwiebelpampe:-) (mein Mitesser hasst das:-))